Die Historie der B 76 / Grüner Jäger

Die Chaussee von Kiel über Gettorf nach Eckernförde-Schleswig ist 1842 als Staatschaussee (Königsweg) ausgebaut. Zr Tragung der Unterhaltungskosten erhob die dänische Verwaltung von den passierenden Fuhrwerken eine Abgabe, des Chausseegeld. Die Wegstrecke war in Abschnitte eingeteilt. Am Ende jeden Abschnittes war die Straße durch einen Schlagbaum gesperrt. Im Häuschen daneben wohnte der Chausseegeldeinnehmer, der nach Bezahlung die Straße freigab. Unter der preußischen Regierung wurde die Abgabe aufgehoben. Man konnte diese Schlagbaumhäuser an ihrem kleinen Vorbau noch lange erkennen, z.B. Grasholz, Fleckeby und Grüner Jäger.

 

Im Jahre 1885 wurden einige Nebenlandstraßen durch die Kreise und die Gemeinden ausgebaut, z.B. Eckernförde-Rendsburg. Nebenwege 1. Klasse wurden vom Kreis und der Provinz mit einem Anteil von je 30% und den Gemeinden von 40% ausgebaut. Zum Beispeil wurden die Straßen Gettorf-Birkenmoor-Sprenge 1905/06 und Gettorf-Revensdorf-Holtsee 1915/18 ausgebaut. Die 1842 ausgebaute Straße Kiel-Gettorf-Eckernförde wurde 1926 gepflastert und im Jahre 1955 verbreitert, begradigt und asphaltiert. Sie war schon sehr früh eine wichtige Verkehrsverbindung, aus der dann die B 76 wurde.